„Wir sind heute überhaupt nicht vorbereitet.“
Diesen Satz höre ich bei einem Neugeborenen-Shooting gar nicht so selten. Und meistens muss ich darüber ein bisschen schmunzeln.
Denn natürlich seid ihr vorbereitet. Ihr habt euer Baby bekommen. Ihr habt die ersten Tage miteinander erlebt. Ihr habt wahrscheinlich kaum geschlafen, unzählige Windeln gewechselt und euch schon hundertmal gefragt, ob ihr das alles richtig macht.
Was sollte denn jetzt noch perfekt vorbereitet sein?
Euer Baby darf heute einfach da sein. Und ihr auch.
Ein Shooting muss nicht nach Plan laufen
Ich mag diese ersten Minuten, wenn eine Familie bei mir ankommt. Oft ist da ein bisschen Unsicherheit. Vielleicht ist das Baby gerade eingeschlafen, vielleicht hat es Hunger oder möchte einfach nur bei Mama bleiben. Also machen wir erst einmal gar nichts. Wir kommen an. Wir reden.
Ihr könnt euer Baby in Ruhe auspacken, stillen, wickeln oder einfach kuscheln. Ich beobachte euch und warte. Denn oft entstehen genau in diesen ruhigen Momenten die Bilder, die ich später selbst am liebsten mag.
Nicht, weil alle in die Kamera schauen. Sondern weil ihr für einen Augenblick vergessen habt, dass ich überhaupt fotografiere.
Ich liebe die kleinen Dinge
Bei Neugeborenen sind es oft die winzigen Details, die mich begeistern. Eine kleine Hand, die sich um Mamas Finger schließt. Die Falte am Handgelenk. Winzige Füße, die unter einer Decke hervorschauen. Ein müder Papa, der sein Baby ganz vorsichtig im Arm hält. Mama, die ihr Kind ansieht und dabei selbst ganz ruhig wird. Das sind keine spektakulären Momente.
Aber es sind eure. Und genau deshalb möchte ich sie festhalten.
Du musst vor meiner Kamera nichts können
Vielleicht hast du schon einmal Familienfotos gesehen und gedacht: „So würde ich niemals aussehen.“
Vielleicht bist du eher kamerascheu. Vielleicht fühlst du dich nach der Geburt noch nicht besonders wohl in deinem Körper. Oder du hast einfach keine Ahnung, was du bei einem Fotoshooting machen sollst.
Das musst du auch nicht.
Ich sage dir nicht ständig, wie du stehen, sitzen oder schauen sollst. Ich gebe euch kleine Anregungen, wenn es nötig ist, und lasse ansonsten vieles einfach passieren.
Du darfst dein Baby halten, wie du es auch sonst halten würdest. Du darfst es anschauen, du darfst lachen. Du darfst müde sein, du darfst Mama sein.
Und wenn das Baby weint?
Dann weint es.
Das klingt vielleicht banal, aber gerade frischgebackene Eltern machen sich darüber häufig Gedanken.
„Was, wenn unser Baby die ganze Zeit weint?“ Dann kümmern wir uns darum. Wir nehmen uns Zeit. Du stillst oder fütterst. Dein Baby bekommt eine frische Windel oder wird einfach eine Weile getragen.
Ein Neugeborenes ist kein kleines Model, das zwei Stunden lang funktionieren muss. Es hat Bedürfnisse. Und die sind wichtiger als jedes Foto.
Ich möchte, dass du dich während des Shootings sicher und gut aufgehoben fühlst. Nicht, dass du ständig das Gefühl hast, dein Baby müsse jetzt endlich wieder ruhig sein.
Die ersten Bilder als Familie
Was ich an der Neugeborenenfotografie in entspannter Atmosphäre besonders liebe, ist, dass nicht nur das Baby im Mittelpunkt steht.
Es geht um euch. Um diese erste Zeit als Familie.
Vielleicht ist es euer erstes Kind und ihr lernt euch gerade erst kennen. Vielleicht gibt es bereits ein Geschwisterkind, das plötzlich die große Rolle übernommen hat. Vielleicht gehört zu eurer Familie auch ein Hund oder eine Katze, die unbedingt einmal nach dem neuen Familienmitglied schauen möchte.
Alles darf seinen Platz haben. Denn wenn ihr später diese Bilder anschaut, möchte ich, dass ihr nicht nur euer Baby seht. Ihr sollt euch selbst wiedererkennen.
Irgendwann wirst du diese Zeit vermissen
Das klingt vielleicht seltsam, wenn du gerade mitten in den ersten Wochen steckst.
Vielleicht bist du müde. Vielleicht fragst du dich manchmal, wann du das letzte Mal eine Nacht durchgeschlafen hast. Und trotzdem wird dein Baby irgendwann nicht mehr so klein sein. Die winzigen Strampler passen plötzlich nicht mehr. Die Hände werden größer. Der Kopf passt nicht mehr auf deine Brust. Und irgendwann kannst du dich kaum noch daran erinnern, wie leicht dein Baby einmal in deinen Armen gelegen hat.
Dann sind es die Fotos, die dich zurückbringen. Nicht nur zu dem, wie dein Baby aussah. Sondern zu dem Gefühl. Zu dieser Nähe. Zu dieser ganz besonderen Zeit, in der ihr euch als Familie neu gefunden habt.
Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment
Du musst nicht auf den perfekten Zeitpunkt warten. Nicht auf einen Tag, an dem alle ausgeschlafen sind. Nicht darauf, dass dein Baby besonders ruhig ist. Und auch nicht darauf, dass du dich wieder genauso fühlst wie vor der Schwangerschaft. Die erste Zeit ist genau so, wie sie gerade ist. Und vielleicht ist genau das es wert, fotografiert zu werden.
Wenn du dir Bilder wünschst, die sich nach euch anfühlen und nicht nach einer perfekten Inszenierung, darfst du dich gerne bei mir melden. Erzähl mir einfach, wer zu eurer Familie gehört und wo ihr gerade steht.
Den Rest können wir ganz in Ruhe gemeinsam schauen.
Wenn du möchtest, kannst du mir hier schreiben.








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